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Mit KI entwerfen

Ist ein AI-Client verbunden, kann er Angebote direkt in deinem Workspace entwerfen. Nützlich daran ist nicht, dass er Text schreibt — sondern dass er in die echte Struktur schreibt und dabei deine echten Vorlagen verwendet.

Pural liefert einen Prompt mit, der das Ganze steuert. In Claude Code erscheint er als /pural:draft_proposal; andere Clients listen ihn unter den Prompts des Servers. Was du schon weißt, kannst du als Briefing mitgeben — danach wird nicht mehr gefragt. Für Vorlagen gibt es einen zweiten Prompt, siehe unten.

Er läuft in vier Schritten:

  1. Orientieren. Der Assistent liest deinen Workspace — deine Vorlagen, deine wiederverwendbaren Blöcke und deine letzten Angebote — und kann deshalb echte Optionen vorschlagen statt abstrakt zu fragen.
  2. Interview. Ein kurzes Gespräch über den Kunden, das Ziel, den Umfang und was ausdrücklich nicht dazugehört, den Zeitplan, die Preisform und den gewünschten Ton. Nachgefragt wird dort, wo eine Antwort zu dünn ist, um daraus einen Abschnitt zu schreiben.
  3. Gliederung. Er legt das Angebot Abschnitt für Abschnitt vor und hält an. Bis du zustimmst, wird nichts in deinen Workspace geschrieben.
  4. Schreiben. Er legt das Angebot an und fügt die Abschnitte ein, nutzt dabei deine Blöcke statt Standardtexte neu zu schreiben, und prüft anschließend sein eigenes Layout.

Den größten Teil des Angebots, einschließlich der beiden Teile, die strukturierte Daten sind statt Fließtext:

  • Die Preistabelle. Der Assistent liefert die Positionen — Beschreibung, Menge, Einzelpreis, Rabatte, Steuer — und Pural berechnet jede Zwischensumme und Gesamtsumme beim Lesen. Er schreibt nie selbst eine Summe, dadurch können die Zahlen nicht veralten.
  • Den Annahme-Abschnitt. Buttontext, das Formular dahinter, optional ein Ablehnen-Link und ob die Annahme ein signiertes PDF erzeugt. Die Voreinstellungen sind englisch; der Assistent ist angewiesen, die Texte in der Sprache des Angebots zu liefern.
  • Bilder. Er kann Stockfotos suchen und ein Ergebnis platzieren, und er kann auf ein bereits hochgeladenes Asset verweisen. Siehe Bilder im Angebot.

Der Assistent gibt das Angebot mit einer Liste dessen zurück, was offen ist. Damit ist zu rechnen:

  • Den Kunden zuordnen, falls du keine Kunden-ID mitgegeben hast.
  • Eigene Bilder hochladen. Er kann ein Stockfoto oder ein vorhandenes Asset platzieren, aber keine Datei in deinen Workspace hochladen.
  • Den Versand. Der bleibt bewusst immer bei dir: Ein Assistent, der ein Dokument liest, das er nicht selbst geschrieben hat, soll es nicht auch an deinen Kunden schicken können.

Erfundene Fakten. Der Prompt untersagt es, Preise, Termine, Teamgrößen, Kundennamen und Referenzen zu erfinden, und verlangt an fehlenden Stellen ein [TODO]. Suche den Entwurf vor dem Versand nach [TODO] ab.

Klammern im Text. Ein echter Platzhalter, der {{customer.name}} zeigt, hat keinen Wert — meist ist noch kein Kunde zugeordnet. Getippter Text, der nur so aussieht, löst sich nie auf. So oder so: Klammern in einem Angebot, das gleich rausgeht, gehören korrigiert.

Der zweite Prompt, /pural:draft_proposal_template, baut eine wiederverwendbare Angebotsvorlage statt eines einzelnen Angebots. Dieselben vier Schritte, andere Fragen — es gibt keinen Kunden, nach dem zu fragen wäre, und genau das ist der Punkt:

  • Welche Abschnitte diese Art von Angebot immer braucht, im Unterschied zu denen, die du lieber von Fall zu Fall ergänzt.
  • Woher der Inhalt kommt: aus deinen eigenen Worten, aus einem deiner wiederverwendbaren Blöcke oder von einer Seite deiner Website. Gib ihm URLs — deine Leistungsseite, deine Arbeitsweise-Seite — und er liest sie als Rohmaterial zum Umschreiben, nicht zum Einfügen.
  • Was die Preistabelle abbilden können muss: Einheitspositionen, ein Stunden- oder Tagessatz, eine optionale Position, eine reine Textzeile, ein Rabatt. Er baut je ein Beispiel davon, damit die Form steht, wenn du die echten Zahlen einsetzt.
  • Wie die Annahme funktioniert: Buttontext, welche Felder das Formular abfragt, ob es einen Ablehnen-Link gibt und ob die Annahme ein signiertes PDF erzeugen soll.

Alles, was sich pro Kunde unterscheidet, wird zum Platzhalter statt zu Text. Prüfe die Vorlage danach auf den umgekehrten Fehler: Eine Kundenangabe, die als wörtlicher Text dasteht, liest sich tadellos — und fällt erst auf, wenn sie beim falschen Kunden landet.

Du musst den Prompt nicht verwenden. Du kannst den Assistenten auch einfach bitten, ein Angebot zu lesen, einen Abschnitt umzuschreiben, umzusortieren oder die Struktur eines früheren Angebots zu übernehmen — die Werkzeuge dafür hat er. Den Prompt gibt es, weil KI-geschriebene Angebote fast nie an schlechter Sprache scheitern, sondern an fehlenden Angaben.